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Anlagebedingter / Androgenetischer Haarausfall

Was versteht man unter anlagebedingtem Haarausfall (Alopecia androgenetica)?

Anlagebedingter Haarausfall ist eine häufige Form des Haarausfalls bei Männern und Frauen. Wobei die Männer wesentlich häufiger davon betroffen sind. Das Haar wird typischerweise nach folgendem „Schema“ verloren: Zuerst bilden sich bei den Männern die so genanten Geheimratsecken d. h. die Stirnhaare links und rechts der Schläfe beginnen sich zurückzubilden bis sich im Endeffekt die typische M-Form bildet.
 

Formen des Haarausfalls

Auch am Hinterkopf gehen Haare verloren und breitet sich von da aus weiter über die gesamte Schädeldecke aus, bis sich im Extremfalle eine vollständige Glatze bildet.

Im Unterschied dazu gestaltet sich der Verlauf eines anlagebedingten Haarausfalls bei Frauen grundlegend anders. Die Haare dünnen über die Zeit auf dem ganzen Kopf langsam aber sicher aus. Dabei verändert sich allerdings, im Gegensatz zu den Männern, der Haarkranz nicht. Nur in ganz seltenen Fällen führt dies bei Frauen zu einer vollständigen Glatze.

Ursachen

Testosteron, respektive eine Abwandlung davon, das sogenannte Dihydrotestosterone (DHT). Neben einigen anderen Faktoren, die zu dieser Form des Haarverlust führen können, ist das Hormon Testosteron wohl die am meisten genannte Ursache. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass Männer mehr und vor allem früher davon betroffen sind. Neben bei bemerkt, auch Frauen verfügen über Testosteron in ihrem Körper wenn auch in geringerem Masse als Männer.

Eine Theorie von mir: Auch Akne in der Jugend wird vielfach durch eine hohe Ausschüttung von Testosteron verursacht. In meinem Bekanntenkreis konnte ich eruieren, dass Personen die in dieser Zeit schwer durch Akne geplagt wurden, später auch häufiger von Haarausfall und Glatzenbildung betroffen waren.

Behandlung

Leider gibt es keinen wirklich sicheren Weg der Alopecia androgenetica vorzubeugen. Unabhängig wie und wie oft man seine Haare pflegt, mit „Wässerchen“ versucht „aufzuputschen“, man wird seine Haare früher oder später verlieren. Leider. Das heisst allerdings nicht das Es hoffnungslos ist. Unter „Haarwuchsmittel in der Übersicht“ erfahren Sie, welche Wege Ihnen offen stehen.

Momentan sind zwei stärkere Medikamente offiziell zur Vorbeugung zugelassen. Dies sind entweder Finasterid oder Minoxidil haltige Präparate. Allerdings wirken diese Mittel auch nur mit Einschränkungen.

Wie häufig tritt diese Art des Haarausfalls auf?

Wie oben schon erwähnt, obwohl sowohl Frauen als auch Männer vom anlagebedingten Haarausfall betroffen sind, kommt es bei Männern weit häufiger zu dessen auftreten. Ungefähr 10 bis 15% der Bevölkerung „leiden“ mehr oder weniger ausgeprägt darunter. Bereits in Jungen Jahren kann man davon betroffen sein. Weit häufiger ist das auftreten von anlagebedingtem Haarausfall jedoch bei Männern über 50 Jahre und bei Frauen nach der Menopause.

Ist der anlagebedingte Haarausfall erblich?

Ob anlagebdingter Haarausfall erblich ist oder nicht, ist bis zum heutigen Tage nicht ganz geklärt. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass sehr viele genetische und umweltbedingte Faktoren bei dieser Art des Haarausfalls eine Rolle spielen. Auf der anderen Seite jedoch ist klar festzustellen, dass die Glatzenbildung durch anlagebedingten Haarausfall häufig bei ganzen Familien zu beobachten ist, was eine Vererblichkeit wahrscheinlich erscheinen lässt und auch in weiten Teilen der Fachkreise als plausibel angenommen wird.