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Chemotherapie und HaarausfallWas ist während der Behandlung zu erwarten?Wie wichtig einem die Haare tatsächlich sind, erfährt man vielfach erst, wenn man tatsächlich damit
konfrontiert wird, sie zu verlieren. Wenn man Krebs diagnostiziert bekommt und die Behandlung eine Chemotherapie
vorsieht, wird das Szenario eines totalen Haarverlustes sehr real.
Für beide Geschlechter, sowohl Männer als auch Frauen, ist der Chemotherapie bedingte Haarausfall einer der Nebeneffekte der Behandlung, den sie am meisten fürchten. Ob und wie viele der Haare tatsächlich verloren gehen, ist allerdings eine Frage der spezifischen Behandlungsart und der Dosierung der Medikamente. Was ist die Ursache für Chemotherapie bedingten Haarausfall?Die Medikamente, welche zum Kampf gegen die wachsenden Krebszellen eingesetzt werden, sind sehr stark. Leider behindern diese Medikamente nicht nur die Krebszellen in ihrem Wachstum, sondern greifen auch andere, schnell wachsenden Körperzellen an – unter anderem die Haarwurzeln.
Eine Chemotherapie kann daher nicht nur die das Kopfhaar, sondern die gesamte Körperbehaarung beeinträchtigen. In manchen Fällen werden auch die Augenbrauen, die Wimpern und andere Körperstellen betroffen sein. Was genau zu erwarten ist, hängt wie bereits oben erwähnt, mit der spezifisch eingesetzten Medikamentation zusammen. Die zu erwartenden Auswirkungen reichen von einem verstärkten Haarausfall bis hin zur Glatze. Fragen Sie ihren Arzt um Rat, er wird ihnen sagen können mit was Sie normalerweise rechnen müssen. Die gute Nachricht in diesem eher bedrückenden Zusammenhang ist: Durch Chemotherapie verlorenes Haar wir in den allermeisten Fällen wieder nachwachsen. Die volle Haarpracht sollte zwischen sechs bis zwölf Monate nach absetzten der Therapie wieder vorhanden sein. Wie läuft der Haarausfall bei einer Chemotherapie ab?Normallerweise werden Sie ca. 10 bis 14 Tage nach Beginn der Therapie den ersten ungewöhnlich starken Haarausfall bemerken. Dieser kann in Strähnen erfolgen aber auch gleichmässig über den gesamten Körper verteilt. Der Haarausfall wird über die gesamte Behandlungsdauer fortschreiten. Wie bereits erwähnt, wie schnell und in welchem Masse hängt von der Art und Dosierung der Medikamentation ab. Ungefähr vier bis sechs Wochen nach absetzen der Chemotherapie wird Ihr Haar wieder zu wachen beginnen, dies mit einer „Geschwindigkeit“ von ca. einem Zentimeter pro Monat. Seien Sie nicht überrascht, wenn das neue Haar, welches nachwächst, zu Beginn anders aussieht als dasjenige, welches Sie verloren haben. Es kann welliger sein oder aber eine andere Farbe aufweisen. Dies wird sich mit der Zeit wieder geben und hängt damit zusammen, dass sich neben dem Haarwachstum auch die Pigmente, die für die Haarfarbe zuständig sind, zuerst erholen müssen. Kann man dem Haarausfall vorbeugen?Leider nein. Bis jetzt ist kein Haarwuchsmittel oder Medikament bekannt, welches den Haarausfall, bedingt durch eine Chemotherapie wirksam verhindern könnte. Auch die potentesten Mittel haben in entsprechenden Versuchen nur dürftige Ergebnisse geliefert. Allerdings kann man nach Beendigung der Therapie durchaus auf einige der verfügbaren Mittel zurückgreifen,
um das Haarwachstum zu beschleunigen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. |